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In die Liga der weltweit 40 innovativsten Häuser aufgenommen zu werden ist etwas Besonderes. Die Internationale Energieagentur wählte dafür u.a. das Stadthaus und die Stadtvilla der Fertigbaufirma Haacke aus Celle/Potsdam. Beide Häuser überzeugen sowohl durch ihre individuelle Architektur als auch durch hervorragende energetische Werte. Den Beweis für Letzteres erbrachte das Forschungsvorhaben Drei-Liter-Haus, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), Stuttgart, und dem Bundes-wirtschaftsministerium durchgeführt wurde.
Zwei Jahre lang wurden in beiden Häusern in Celle der Verbrauch von Primärenergie für Heizung, Warmwasser und Lüftung gemessen und dokumentiert. Hans Erhorn, IBP-Abteilungsleiter Wärmetechnik, präsentierte die Ergebnisse jetzt der Öffentlichkeit. Der international anerkannte Fachmann wies besonders darauf hin, dass mit diesem Projekt erstmals einheitliche Bestimmungen zur objektiven Erfassung des Energieverbrauchs bei Gebäuden zum Tragen kamen, die zugleich Grundlage für die aktuellen Förderrichtlinien der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurden. Berücksichtigt wurden neben internen und solaren Energiegewinnen auch der Jahresprimärenergieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Antriebsenergien für technische Anlagen. Dadurch konnte der Verbraucherschutz für Bauwillige vorangebracht werden, galt es doch Trans-parenz in die unterschiedlichen Begriffe und Bewertungen zu bringen, mit denen Hausbaufirmen am Markt auftreten.
Bestnoten erreicht
Dank hervorragendem baulichen Wärmeschutz und moderner Anlagentechnik konnten bei der Stadtvilla die gesetzlichen Vorgaben von 40 kWh/m²a Primärenergie für ein Passivhaus deutlich unterschritten werden. Aufgrund der energie-bewussten Lebensweise der Bewohner wurden pro Heizperiode gerade einmal 18,3 kWh/m²a Primärenergie für Heizung und 19,9 kWh/m²a Primärenergie für Warmwasser benötigt. Der Gesamtprimärenergiebedarf liegt mit 38,2 kWh/m²a etwa 65 Prozent unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Die nahezu wärme-brückenfreie Konstruktion des kubistischen Gebäudes bildet dafür die architektonische Grundlage. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Kreuzwär-metauscher sowie eine Wärmepumpe sorgen für eine positive Energiebilanz der Anlagentechnik.
Das Stadthaus bestätigte den Drei-Liter-Haus-Standard, den es mit einem Primärenergiebedarf von 33,5 kWh/m²a für Heizung und Lüftung sogar noch unterschreitet. Im Rahmen des Modellvorhabens hatte man sich bewusst für unterschiedliche Varianten der Haustechnik entschieden, um den hohen Stellenwert des baulichen Wärmeschutzes der Gebäude zu demonstrieren. So wurde das Stadthaus mit einer Gasbrennwertherme ausgestattet.
KfW fördert Energiesparhäuser
Natürlich fließen die Projektergebnisse auch in die künftige Arbeit des traditionsreichen Mittelständlers ein. Bei allen Entwürfen beträgt heute die Dämm-stoffstärke in Dach und Decken auf 240 Millimeter. Isoliergläser mit einem niedrigen Wärmedurchgangs-koeffizienten sorgen gemeinsam mit wärmetechnisch verbesserten Fenstern für zusätzliche Einspar-potentiale. Belegt wird dies im Energiepass, den Haacke bereits seit zwei Jahren auf Wunsch vor Vertragsabschluß ausreicht.
Im Unternehmen ist man auf die Ergebnisse sehr stolz. „Wichtiger als die beste Haustechnik ist ein sehr guter baulicher Wärmeschutz. Immerhin spart eine gute Wärmedämmung am Gebäude während der gesamten Standzeit Energie. Die Gerätetechnik muss in der Regel nach spätestens 20 Jahren ausgetauscht werden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dass alle Haacke-Häuser im baulichen Wärmeschutz die Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV) um mehr als 30 Prozent zu unterschreiten“, so Geschäftsführer Detlef Bühmann. Damit erfüllen die Entwürfe des norddeutschen Marktführers im Fertigbau in dieser Hinsicht die Anforderungen an ein ‚Energiesparhaus 60’ der KfW. Werden die Häuser mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung und einer Solaranlage ausgestattet, sind sie mit zinsgünstigen KfW-Krediten förderfähig.
Das Engagement im Energiesparen zeigt sich bei Haacke nicht nur in guten Verkaufszahlen und zufriedenen Bauherrenfamilien. Für seinen inno-vativen und Ressourcen schonenden Entwurf der Stadtvilla erhielt das Unternehmen 2005, den ‚Golden Cube’, den ‚Großen Deutschen Fertighaus-Preis’.
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Hans Erhorn, vom Fraunhofer-Institut für Bausphysik (li.) mit Detlef Bühmann, GF Haacke-Haus

Die Stadtvilla von Haacke wurde in der Planung von den Fraunhofer-Experten als Passivhaus evaluiert

Das Stadthaus von Haacke bestätigte den Drei-Liter-Haus-Standard.
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