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Bonn, 21. März 2007:
Der diesjährige Tag des Wassers steht unter dem
Motto "Zeit zum Handeln - Wasserknappheit und Dürre". Zwar ist nach
Ansicht des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Deutschland nicht mit
langen Dürreperioden oder Trinkwasserknappheit zu rechnen, dennoch
müsse man sich auch in Deutschland auf zunehmende, regional
unterschiedliche Temperatur- und Niederschlagsextremata einstellen.
Eine aktuelle Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA)
prognostiziert z.B. einen Rückgang der Sommerwasserführung der
Alpenflüsse um 45 % bis 2070. Die Orkane im vergangenen Winter sollten
auch als Hinweis auf den globalen Klimawandel ernst genommen werden. In
der Europäischen Union und in vielen Bundesländern werden bereits
Strategien zur Anpassungen an mögliche Folgen des Klimawandels
entworfen. Neben erhöhter Sommertrockenheit und dem häufigeren
Auftreten von Stürmen wird auch in Deutschland mit häufigeren und
extremeren Hoch- und Niedrigwasserständen z. B. an der Elbe oder am
Rhein zu rechnen sein. Die Studie der EEA rechnet hier für die
Alpenflüsse z.B. mit einem Anstieg der Winterwasserführung sogar um 90
% bis 2070. Für den Menschen spielt dabei nicht allein der Schutz vor
Hochwasserkatastrophen eine entscheidende Rolle. Ebenso wird die sich
wandelnde Leistungsfähigkeit der als Wasserstraßen, zur
Energiegewinnung, zur Bewässerung oder zur Trinkwassergewinnung
genutzten Flüsse erhebliche Bedeutung erlangen. Den zu erwartenden
Klimaentwicklungen müsse man die Flexibilität natürlicher Ökosysteme
entgegen setzen. Deren Fähigkeit, dynamisch auf Veränderungen zu
reagieren, verringert auch die sozio-ökonomischen Folgen. Flüsse die in
ihre Auen ausufern können, sind die sicherste und langfristig
kostengünstigste Hochwasservorsorge. Zudem würde so der regionale
Wasserhaushalt verbessert und wertvolle Beiträge zum Erhalt der
biologischen Vielfalt geleistet.
Um den Herausforderungen des erwarteten Klimawandels wirksam zu
begegnen, müsse neben der Verminderung von Treibhausgasemissionen und
der Steigerung der Energieeffizienz auch der Erhalt der natürlichen
Leistungsfähigkeit und Dynamik der Ökosysteme künftig eine besondere
Rolle spielen, forderte das BfN. Dazu gehöre auch die Erarbeitung und
Umsetzung eines nationalen Fluss- und Auenprogramms.
Hrsg: Bundesamt für Naturschutz
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