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Beim Bau des Blockhauses kann man die Fenster- und Türöffnungen in der Wand aussparen oder hinterher aus der Wand herausschneiden. Wenn man hinterher herausschneiden möchte, müssen die Pfostenbohlen vorbereitet werden. Das passiert indem man in jeden neu eingezimmerten Balken dort ein Loch bohrt, wo später die Nut hinkommt.
Nachdem das Blockhaus an seinem richtigen Platz steht, wird mit der Motorsäge, an Hand der vorgezeichneten Linie, die Fenster- oder Türöffnung aus der Wand gesägt. Weil man jetzt nur noch bis zu den vorgebohrten Löchern im Balkenkopf sägen muss, sind die Nuten für die Pfostenbohlen einfacher aus dem Hirnholz der Blockbalken zu entfernen. Da man bei dieser Variante nicht mit vielen kurzen Balken von Öffnung zu Öffnung arbeiten muss, kommt man mit dem Bau des Blockhauses schneller voran. Das untere und obere Ende der Pfostenbohlen wird in aufgestemmte Löcher in der Schwelle und im Sturz - den beiden durchgehenden Blockbalken unter und über der Öffnung - eingezapft. Im Tür- oder Fenstersturz - dem Balken, der die Öffnung überspannt - muss ein Schrumpfmaß für die Pfostenbohle von mindestens 3 cm je Meter Pfostenlänge berücksichtigt werden. Das bedeutet bei einer Tür von 2 m Höhe im Blockhaus, mindestens 6 cm Schrumpfmaß einhalten.
Das Schrumpfmaß hängt im Einzelfall immer von der Austrocknung des Holzes während des Zimmerns ab. In die Schwelle wird die Pfostenbohle eingezapft und beim Setzen müssen die übrigen Blockbalken über die Blindleiste der Pfostenbohlen gleiten können. Man darf sie nicht zu fest in das Hirnholz der Blockbalken eintreiben, da sonst das Gleiten nicht mehr geschehen kann. Erst wenn der Rahmen von Fenster oder Tür festgekeilt ist, kann die Pfostenbohle endgültig durch den Tür- oder Fensterrahmen festgepresst werden. Nun hat man die erste Tür oder das erste Fenster in seinem Blockhaus.
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