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Blockhaus: Tradition seit mehr als 600 JahrenEin Blockhaus ist ein Gebäude aus dem Naturbaustoff Holz, das aus einzelnen, verzahnt übereinander liegenden Blockbohlen errichtet wird. Diese Blockbohlen können aus Rundstämmen, massiven Vierkanthölzern oder mehrschichtig verleimten Einzellamellen bestehen. Für den Bau eines Blockhauses sind die Blockbohlen von den Sägewerken entweder als Kant- oder Rundbohlen lieferbar, dabei sind unterschiedliche Stärken möglich.
Eine eigene Kategorie von Blockbohlen sind die Naturstämme, deren charakteristisches Erscheinungsbild die abweichenden Stammstärken sind. Deshalb werden die einzelnen Naturstämme vor dem Einbau in ein Blockhaus nach alter Handwerkstradition in maßgenauer Handarbeit gefertigt. Am besten geeignet für den Einbau in ein Blockhaus sind Kiefernstämme, denn aufgrund des hohen Anteiles an Harzen und Terpenen, hydrophoben, also schlecht wasserlöslichen Substanzen im Kiefernholz dieser Naturstämme ist die Widerstandsfähigkeit gegen eine Verrottung sehr hoch.
Das nachgewiesen älteste, noch bewohnbare Blockhaus ist über 600 Jahre alt und steht in Finnland. Beim Bau eines
Blockhauses unterscheidet man verschiedene Techniken in der Vorbereitung der Blockbohlen, in ihrer Schichtung, in der Ausführung der Ecken und der Einbindung der Innenwände. Weiterhin variiert die Verwendung von Ständern an Fenstern, Türen oder in langen Wänden, die Längsverbindung von Blockbohlen und die Aufsattelung der Sparren. Zwischen die einzelnen Blockbohlen im Blockhaus werden für die notwendige Winddichtigkeit Moos oder andere Dämmstoffe gelegt. Zur Verwendung des Blockhauses als Wohnhaus ist normalerweise eine zweischalige Wandkonstruktion mit Wärmedämmung erforderlich, um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu erfüllen. Diese ist in ihrer Wandstärke bei gleich großem Wärmedurchgang allerdings geringer als bei Wänden aus den mineralischen Baustoffen Beton und Stein, sodass hier ein entscheidendes Sparpotenzial des
Blockhauses liegt.
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