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Seit etwa zwei Jahrzehnten werden hierzulande vermehrt Gebäude als Holzhaus errichtet. Anstelle der Bauformen mit mineralischen Baustoffen wie Beton und Stein, handelt es sich dabei meist um einen Holzhaus-Bausatz. Im Gegensatz zu Gebäuden aus Betonfertigteilen, die seit den 1960er Jahren errichtet werden, ist die Fertigbauweise mit dem nachwachsenden Baustoff Holz zunehmend beliebt.
Der Bausatz aus vorgefertigten Elementen kann ohne größeren Aufwand auf die vorab aus Beton gegossene Bodenplatte bzw. Kellerdecke des geplanten Hauses aufgebaut werden. Ein Holzhaus wird in Holzrahmenbauart, einer durch Zimmerer auf der Baustelle erstellten Sonderform, oder aber in Holztafelbauweise errichtet. Hierbei wird das Holzhaus in modularer Bauweise aus Holztafeln, die eine Verbundkonstruktion von Rippen aus Holz und Beplankung aus Holz- oder Gipsplatten sind, meist in ein bis zwei Wochen vor Ort montiert. Neben dem Ausbauhaus, bei dem der Innenausbau selbst durchgeführt wird und dabei helfen kann, die Gesamtbaukosten zu senken, ist die schlüsselfertige Variante, bei der ein vollständig angeschlossenes und außen wie innen voll ausgebautes Holzhaus entstehen, sehr beliebt.
Als wesentliche Vorteile des Holzhauses neben der kurzen Bauzeit sind die Verwendung eines nachwachsenden und in der Regel vor Ort verfügbaren Rohstoffes, der mit geringem Energieaufwand bearbeitet und transportiert werden kann und somit eine sehr günstige ökologische Gesamtbilanz aufweist, zu nennen. Zudem kann durch die hervorragende Wärmedämmung eines Holzhauses bei gleicher Wandstärke im Vergleich zu Gebäuden aus mineralischen Baustoffen mit dem Einbau einer geringer dimensionierten Heizanlage erstens sehr viel Wärmeenergie eingespart werden und zweitens schaffen die höheren Oberflächentemperaturen der Innenwände, die Diffusionsoffenheit des Holzes sowie die nicht trockengeheizte Innenraumluft für ein behagliches, sehr gesundes Raumklima im Holzhaus.
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