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Der lebende Baum muss sich vor dem abholzen erstmal irgendwie ernähren, damit aus ihm ein Prachtstück wird, aus dem später mal ein Blockhaus entstehen kann.
Der Vorgang: Seine Wurzelfasern brauchen Wasser, Strickstoff und Nährsalze. Diese holt er sich aus dem Boden und führt sie durch Leitzellen des Splints bis nach oben zu den Blätterspitzen. Von den Spritzen aus verdunstet dann das überschüssige Wasser. Die Blätter des Baumes nehmen wiederum Sauerstoff und Kohlensäure aus der Luft auf. Zwei wichtige Nährstoffe sind zum einen Eiweißkörperchen und zum anderen Kohlehydrate. Diese bilden sich durch die Sonneneinstrahlung und dienen dem Wachstum des Baumes. Die Nährstoffe müssen einen langen Weg auf sich nehmen um bis in die Wurzeln zu gelangen. Es beginnt in der inneren Rinde, geht durch die Leitzellen des Bastes und Siebröhren, durch die Nährzellen der Verdickungsschicht und Markstrahlen und dann am Ende in die Wurzeln. Will man einige Zeit vor dem Fällen den Kreislauf der Säfte unterbrechen, entfernt man ringförmig, kurz unter der Krone des Baumes die Rinde. Nährstoffe können jetzt nicht mehr zu den Markstrahlen und Wurzeln geleitet werden und auch die Wasser-, Stickstoff- und Nährsalzaufnahme wird somit abgebrochen. Die Krone des Baumes grünt noch eine Weile weiter, da sich die Nährstoffe, die in den Blättern erzeugt wurden, in der Krone anstauen. Auch die restlichen Säfte und Salze wie Zellsaft und Nährsalz werden durch die aufsteigende Bodenfeuchtigkeit nach oben befördert. Nun trocknet der Stamm unterhalb der Ringelung aus und die Blätter sterben ab. Wenn der Stamm komplett ausgetrocknet ist, zeigt er keine Windrisse, ist gegen Wurmfraß und Fäulnis widerstandsfähig und stärkefrei.
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