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In der Gesprächspraxis haben Sie es als Therapeut immer mit Weltanschauungen zu tun. Und auch Sie haben Ihr ganz bestimmtes Bild von der Welt und von Ihrer Gesprächstechnik. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Punkte auflisten, die genau darauf eingehen. Es macht Sinn, das Modell Ihrer Klienten daraufhin einmal zu hinterfragen. Genauso sollte auch Ihr eigenes Bild der Welt diesen Fragen standhalten:
Ihr Instrument, mit dem Sie in dieser Welt zurechtkommen, ist Ihr Körper. Egal was Sie tun, denken oder fühlen. Es ist ein Ausdruck Ihres Körpers. Sie sind ein materielles Wesen, ob Ihnen das nun passt oder nicht. Es ist sinnlos, etwas anderes anzunehmen. Selbst Ihre Gefühle sind körperlich. Sie werden durch Hormone im Gehirn erzeugt und Ihr Gehirn gibt sie an uns durch Hormone weiter – ansonsten wären Sie unfähig, sie zu fühlen. Es gibt also keinen Grund, irgendeinen Teil Ihres Körpers, das Gehirn eingeschlossen – zu bekämpfen oder zu verdammen. Im Gegenteil: Ohne Ihr Gehirn sähen Sie ganz schön alt aus.
Es liegt ganz an Ihnen, wozu Sie Ihren Körper – einschließlich Ihres Gehirnes – verwenden. Sie können Ihn für harte Arbeit verwenden, Sie können philosophische Abhandlungen verfassen, Sie können lernen, Dinge zu erspüren oder Aura zu sehen. Es sind und bleiben materielle Eindrücke. Über die Benutzung und Entwicklung Ihres Körpers können uns müssen ganz alleine Sie entscheiden.
Sie leben Ihr Leben nach Modellen. Je mehr diese Modelle Ihnen erklären, umso mehr Möglichkeiten haben Sie in Ihrem Leben. Wenn Ihr Modell das Wahrnehmen einer Aura nicht beinhaltet, werden Sie vermutlich auch keine Aura sehen können. Bestenfalls sieht Ihr Modell so aus, wie Sie es sich wünschen. Das kann eben auch sein, dass Sie gar kein Interesse habe, eine Aura zu sehen. Sie sind deshalb nicht besser oder schlechter als andere Menschen, die vielleicht eine Aura erkennen können.
Die Erklärung eines Modells muss für Sie plausibel sein. Es genügt nicht, sich zu wünschen, dass es so ist. Ein „nice-to-have“ hat hier eher einen romantischen Charakter, an den Sie am Ende selbst nicht wirklich glauben.
Die Glaubwürdigkeit eines Modells steigt mit der praktischen Anwendungsmöglichkeit und Funktionabilität. Wenn ein Modell nicht funktioniert, mag das mehrere Gründe haben. Letzten Endes nutzt Ihnen ein nicht funktionierendes Modell wenig. Ändern Sie es also oder verwerfen Sie es. Ein Modell wird umso plausibler, je mehr es auch funktioniert.
Je funktionabler und somit plausibler ein Modell wird, umso mehr tritt es aus dem Schatten des Glaubens in das Licht des Wissens
Je flexibler ein Modell ist, umso besser funktioniert es. Wenn ein Modell jedoch zu flexibel wird, verliert es an Spannung und Eindeutigkeit und damit auch wieder an Plausibilität. Ab einem bestimmten Grad an Flexibilität ist es sinnvoll, ein neues Modell zu entwerfen.
Ein Modell ist und bleibt allerdings ein Modell und nicht die absolute Wahrheit. Insofern wird es immer Lücken, Ecken und Kanten geben. Deshalb zählt eben alleine die Praxis zu diesem Modell.
In meinem Seminar „Gesprächspraxis geht es um genau diese Fragen.
1. Wie sieht Ihr Bild von der Welt aus
2. Leben Sie gut mit diesem Modell
3. Wie können Sie das Bild so verändern, dass Sie noch stimmiger damit leben – und therapieren – können
Lust auf mehr? Auf www.pegasuszentrum.de finden Sie weitere Informationen über die Ausbildung „Gesprächspraxis“. Sie ist für alle Menschen gedacht, die aus beruflichen Gründen viel Kommunizieren und gleichermaßen für diejenigen, die Interesse an einer guten Kommunikation fern der Konventionen haben.
Ich freue mich, von Ihnen zu hören
Ihr
Joachim Letschert vom Pegasuszentrum
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