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Gemeinsam mit Wohnungsbauunternehmen startet der WWF heute seine Modernisierungsinitiative, mit der der klimaschaedliche Kohlendioxidausstoss drastisch gesenkt werden kann. Durch das Beheizen von Gebaeuden entstehen knapp 200 Millionen Tonnen CO2 jaehrlich, das sind 20 Prozent der gesamten deutschen CO2-Emissionen.
Die Wohnungsgenossenschaft Hameln eG, WGH und der WWF zeigen jetzt mit ihrem gemeinsamen Engagement, dass es machbar ist, den Energieverbrauch in Altbauten drastisch zu senken. „Wir sind davon ueberzeugt, dass Energiesparen das Gebot der Stunde ist. Durch unsere Sanierungsmassnahmen wird der jaehrliche Heizenergiebedarf in den betroffenen Haeusern um ueber die Haelfte verringert. Das spart nicht nur Kosten fuer die Mieter, sondern hilft auch der Umwelt,“ sagte Heinz Brockmann, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsbaugenossenschaft Hameln.
Zunaechst werden zwei 33 Jahre alte Haeuser der WGH in der Hamelner Cumberlandstrasse mit einer 14 cm dicken Fassadendaemmung versehen. Ebenso werden die Kellerdecke und die Decke zum Dachboden gedaemmt. Fuer ausreichende Frischluftzufuhr in den zwoelf Wohnungen wird zukuenftig eine Lueftungsanlage mit Waermerueckgewinnung sorgen. Der jaehrliche Heizenergiebedarf sinkt dadurch auf 32 kWh pro Quadratmeter, weniger als 20% des deutschen Durchschnittswerts. Spaeter sollen weitere Wohnungen folgen. „Das Vorbild der WGH braucht dringend Nachahmer, denn der Klimawandel ist in vollem Gange,“ betonte Oliver Rapf, Klimaschutzexperte des WWF. „Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Korallensterben in der Karibik oder auch dem Orkan Lothar und den CO2-Emissionen, die wir in die Atmosphaere pusten. Deshalb wird es Zeit, dass die Bundesregierung ein Programm auf den Tisch legt, mit dem die Modernisierung des Gebaeudebestands voran gebracht wird.“
Ein Programm zur energetischen Modernisierung des Gebaeudebestandes, wie es der WWF propagiert, koennte die CO2 - Emissionen aus Wohngebaeuden um ein Viertel senken.Die Bundesregierung will noch in diesem Sommer eine Klimaschutzstrategie vorstellen, mit der die gesamten CO2-Emissionen in den naechsten fuenf Jahren um 25% verringert werden sollen. Nach Einschaetzung des WWF und zahlreicher Experten kann dies nur gelingen, wenn das enorme Energiesparpotential, das in der Modernisierung von Gebaeuden steckt, genutzt wird. Dazu braucht es eine wirksame Energiesparverordnung, die Einfuehrung eines Energiepasses, der ueber den Energieverbrauch eines Hauses Auskunft gibt, eine verbesserte Beratung der Verbraucher und Investitionszuschuesse fuer Modernisierungwillige.
Das Projekt der WGH wird seit dem 23.6. ausfuehrlich auf der Internetseite des WWF www.wwf.de vorgestellt. Dort werden auch die einzelnen Massnahmen dokumentiert und nachzuvollziehen sein. Die Seiten werden nach und nach wachsen und auch gemeinsame Projekte mit anderen Wohnungsunternehmen vorstellen.
Weitere Informationen bei:Heinz Brockmann, Vorstandvorsitzender WGH, Tel. 05151/936812
Oliver Rapf, Klimaschutzexperte WWF, Tel.: 069/79144 184
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