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Elitetruppen der Armee Venezuelas haben am Dienstag die Kontrolle über das Katastrophengebiet an der Karibikküste übernommen. Wie Augenzeugen berichteten, nahmen die Soldaten Dutzende von Plünderern fest. Dabei sei es auch zu einigen Schusswechseln gekommen. Mit Megafonen forderten die Soldaten die Einwohner auf, die Region zu verlassen. Es fehlte an Trinkwasser, und es bestand die Gefahr, dass Epidemien ausbrechen. Die Überschwemmungen und Erdrutsche haben den nahe der Hauptstadt gelegenen Küstenstaat Vargas weitgehend unbewohnbar gemacht. Der Zivilschutz kalkulierte, dass bis zu 30. 000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Tatsächlich geborgen wurden bisher aber weniger als 1.000 Leichen. Fast 150.000 Menschen wurden Regierungsangaben zufolge obdachlos. Seit vorigen Freitag sind mehr als 70.000 Menschen aus der Katastrophenregion gebracht worden. Trotzdem wollten manche Einwohner nicht freiwillig gehen. Viele fürchteten um ihr weniges Hab und Gut. Am Dienstag waren 200 bis 300 Plünderer festgenommen worden. Die wochenlangen Regenfälle hatten Straßen verschwinden und Flussläufe wieder neu entstehen lassen. Die Strände von La Guaira, die jährlich Millionen von Hauptstädtern besuchen, sind von der Flut weggespült worden. Am Dienstagabend sorgten leichte Regenfälle für Beunruhigung in Caracas.
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