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Thermische Solaranlagen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese umweltschonende Art der Wärmeerzeugung. So hat sich die Fläche aller installierten Sonnenkollektoren in den letzten vier Jahren fast verdreifacht. Nach einer Schätzung des Deutschen Fachverbands Solarenergie ist der Markt - nach einem Zuwachs von 23 % im Jahr 1995-1996 um weitere 20 Prozent gewachsen: Demnach wurden 1997 ca. 360 000 Quadratmeter Sonnenkollektoren in Deutschland installiert. Damit stieg die Gesamtfläche auf rund 1,8 Millionen Quadratmeter. Sie ersparen der Umwelt etwa 300 000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid.
Mit thermischen Solaranlagen wird in den meisten Fällen das Warmwasser erwärmt - typischerweise wird der dafür benötigte Öl- oder Gasverbrauch um zwei Drittel reduziert. Stark im Kommen sind seit wenigen Jahren Solaranlagen zur kombinierten Erwärmung von Warmwasser und Heizung. Solche Kombianlagen benötigen meist die doppelte Anzahl an Kollektoren und einen größeren, speziellen Speicher. Die Gesamtkosten liegen zwischen 15 000 DM und 20 000 DM.
Eine kostengünstigere Alternative zur großen Kombianlage mit der einfachen Anschlußtechnik einer kleinen Warmwasser-Solaranlage eröffnet sich durch den vom Lörracher Speicherhersteller Consolar entwickelten CONUS 500. Dieser mittlerweile über 1000 mal gebaute Speicher ermöglicht durch seine Schichtenleittechnik, daß durch die gleiche Wärmetauscherspirale, durch die der Heizkessel bei ungenügendem Sonnenschein den Speicher nachheizt, auch Wärme aus dem Speicher in die Heizung geleitet werden kann. Diese Doppelnutzung erlaubt eine sehr einfache Installation - auch im Nachhinein kann eine bestehende Heizung ohne große Änderungen ergänzt werden.
Die solare Heizungsunterstützung kommt vor allem in der Übergangsjahreszeit, also im Frühjahr und Herbst, der Heizung zu Gute: an kalten aber sonnigen Tagen kann die Sonne durchaus mehr Wärme liefern als für das Warmwasser verbraucht wird. In dieser Jahreszeit werden auch keine hohen Heizkörpertemperaturen benötigt, was wiederum gut für die Effizienz der Solaranlage ist. Aber auch wenn die Temperaturen, die in den Sonnenkollektoren entstehen, für das direkte Heizen nicht ausreichen, kann die Energie genutzt werden. Der CONUS 500 wird so mit der Heizung verschaltet, daß Solar vorgewärmtes Wasser in den Kessel strömt und dieser dadurch weniger heizen muß.
Selbst Fachleute unterschätzen oft das Energieeinsparpotential, das durch die solare Heizungsunterstützung gegeben ist. Das erstaunliche Ergebnis einer dieses Jahr auf einer Solartagung vorgestellten Simulationsstudie ist, daß bereits bei einer Solaranlage mit 6 m2 Kollektorfläche 17 % mehr Solarenergie genutzt werden kann, wenn zusätzlich zur Warmwassererwärmung Überschußwärme in die Heizung gespeist wird. Bei einer Vergrößerung der Kollektorfläche auf 10 m2 steigt die genutzte Solarenergie sogar um 62 % - und dies bei einer sehr einfachen Verschaltung ohne Spezialkomponenten.
Die thermische Solartechnik kann sich sehen lassen (nicht nur auf den Dächern)! Ihr Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffektes und der Schadstoffbelastung kann mit heutiger Technik weit mehr sein als nur der Tropfen auf den heißen Stein - vorausgesetzt, genügend Menschen wenden sie an.
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