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Es war bisher keine gute Woche für den Gentechnik-Konzern Monsanto. Erst fiel am Montag nach dem angekündigten Zusammenschluss mit dem Pharmakonzern Pharmacia & Upjohn Inc. der Aktienkurs rapide. Und nun noch das: Das Unternehmen, das die Kantine von Monsanto in London betreibt, stellt auf gentechfreie Lebensmittel um. Guten Appetit.
Dass nun ausgerechnet bei Monsanto, dem weltweit führenden Hersteller von gentechnisch veränderten Lebensmitteln, nur noch garantiert natürliche Kost auf den Mittagstisch kommt, hat das Unternehmen Sutcliffe Catering zu verantworten.
Sutcliffe Catering, das die Monsanto-Kantine in High Wycombe (West-London) betreibt, vermerkt zu der schlagzeilenträchtigen Umstellung lapidar: "Damit tragen wir nur den Sorgen unserer Kunden Rechnung".
Sutcliffe Catering ist eine Tochtergesellschaft des großen Lebensmittelkonzerns Granada Food Services. Mike Batchelor, Manager für Qualitätssicherung bei Granada, erklärte auf Nachfrage des britischen Guardian, man arbeite daran, "veränderte Soja und Gen-Mais soweit wie möglich aus allen Speisen zu verbannen, die in betreuten Restaurants und Kantinen serviert werden".
Ein Monsanto-Sprecher versuchte am Mittwoch, die peinliche Episode herunterzuspielen. Man respektiere die Entscheidung der unabhängigen Kantinenfirma. Man bedauere nur, dass den Beschäftigten nicht die Möglichkeit der Wahl gegeben werde.
In anderen Kantinen, die von Monsanto selbst bewirtschaftet würden, komme selbstverständlich auch gentechnisch veränderte Nahrung auf den Tisch: "Viele Beschäftigte essen gerne Nahrung, die mit weniger Chemikalien gespritzt wurde."
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