| |
Düsseldorf . Deutschland ist ein ausgesprochenes Jodmangelgebiet und das trotz der erfreulichen Verbesserung der vergangenen Jahre. Auch in Nordrhein leiden Menschen an einer durch Jodmangel verursachten krankhaften Vergrößerung der Schilddrüse. Auf die Gefahren einer Jodunterversorgung machen daher die Apotheker in Nordrhein aufmerksam. Ziel ist eine langfristige Verbesserung der Jodversorgung und eine Verringerung der Schilddrüsenerkrankungen.
"Jod wird von der Schilddrüse zur Bildung der lebensnotwendigen Schilddrüsenhormone benötigt", erklärt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Leider nehmen wir aber mit der Nahrung meist zu wenig Jod auf. Folge dieser Mangelversorgung ist eine Schilddrüsenvergrößerung (Kropf), die von hormonellen Störungen begleitet wird und zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann." In Deutschland müssen sich jährlich etwa 90.000 Menschen einer Schilddrüsenoperation unterziehen. Diese wäre weitgehend vermeidbar, wenn die Bevölkerung ausreichend mit Jod versorgt würde.
Zur Verbesserung der Jodversorgung empfehlen die Apotheker in Nordrhein, beim Kochen, Zubereiten und Nachsalzen stets Jodsalz zu verwenden. "Jodsalz sieht wie normales Kochsalz aus und schmeckt auch so", berichtet Apotheker Heuking. Zusätzlich sollte mindestens einmal in der Woche Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Auch Milch verbessert die Jodversorgung. "In Sonderfällen wie beispielsweise bei einer Kuhmilch- oder Fischallergie raten wir dringend zur Aufnahme von Jod in Tablettenform", betont Werner Heuking. Das gelte auch für Zeiten erhöhten Jodbedarfs, wie zum Beispiel während der Schwangerschaft und Stillzeit. "Jodmangel in der Schwangerschaft beeinflusst nicht nur die Gesundheit der werdenden Mutter, sondern auch die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes", so Apotheker Heuking. Auch während der Pubertät sei der Jodbedarf, vor allem bei Mädchen, häufig erhöht, so dass die Einnahme von Jodtabletten erforderlich sein kann.
Recherchetipp:
Ausführliche Informationen zum Thema Jodmangel findet man unter anderem auf den Internetseiten des Arbeitskreises Jodmangel. Die Adresse lautet: www.jodmagel.de. Ebenfalls sehr gute Auskünfte gibt es unter: www.thyrolink.com
|
|
|