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Der "Blaue Engel" macht´s moeglich: Waende streichen - Gesundheit und Umwelt schonen

Neues Umweltzeichen fuer emissionsarme Wandfarben vergeben

In Kuerze werden sie in den Regalen der Kaufhaeuser und Baumaerkte stehen: Wandfarben mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel". Der Umweltengel garantiert ein Renovieren, ohne die Gesundheit und die Umwelt unnoetig zu belasten. Aus den Wandfarben mit dem Umweltzeichen werden so wenig Schadstoffe, wie Loesemittel und Formaldehyd, frei, dass die Raeume unbesorgt wieder genutzt werden koennen, sobald die Farbe getrocknet ist. Auch die Menge an Konservierungsmitteln - auf die manche Menschen allergisch reagieren - ist in diesen Farben auf das notwendige Minimum begrenzt. Ueber 40 Produkte der Firmen Akzo, Bollmann, Brillux, Deutsche Amphibolin Werke, Dinova, Meffert, Ostendorf, Schulz und Sigma Coatings koennen das neue Umweltzeichen "RAL-ZU 102 - weil emissionsarm" tragen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.blauer-engel.de.

In Deutschland werden jaehrlich ueber 500.000 Tonnen Wandfarben - im Fachjargon Dispersionsfarben genannt - in Innenraeumen verstrichen. Deshalb ist es wichtig, dass die Farben die Umwelt und Gesundheit so wenig wie moeglich belasten. Die vergangenen Jahre zeigten, dass gesundheitliche und oekologische Kriterien beim Renovieren und Einrichten der "eigenen vier Waende" immer wichtiger werden. Der "Blaue Engel" traegt dem Rechnung und setzt dafuer Massstaebe. Weil aus den Farben mit dem Umweltzeichen nur minimale Spuren leichtfluechtiger organischer Verbindungen frei werden, ist die Belastung der Innenraumluft mit diesen Stoffen aeusserst gering. Auch die Bildung des bodennahen Ozons, des sogenannten Sommersmogs, wird verringert.

Leichtfluechtige organische Verbindungen duerfen jedoch nicht durch schwerfluechtige organische Verbindungen, wie sie etwa in Weichmachern enthalten sind, ersetzt werden. Diese gelangen naemlich ebenfalls in die Innenraumluft - zwar in geringer Menge aber dafuer ueber einen laengeren Zeitraum. Aus diesen Gruenden ist fuer das Umweltzeichen fuer Dispersionsfarben der Zusatz schwerfluechtiger organischer Verbindungen ausgeschlossen, der Gehalt an leichtfluechtigen organischen Verbindungen ist auf maximal 700 ppm - also 700 Teile auf eine Millionen Teile - in der Farbe eng begrenzt. Auch bei den Konservierungsstoffen gilt fuer die Farben mit dem Umweltzeichen: So wenig wie moeglich - so viel wie noetig. Dispersionsfarben bieten aufgrund ihres Wassergehaltes und der Verwendung natuerlicher Rohstoffe - wie zum Beispiel Pigmente, Fuellstoff - in vielen Faellen gute Voraussetzungen fuer das Wachstum verschiedener Mikroorganismen. Diese wiederum koennen die Farben abbauen. Das verdorbene Produkt ist gesundheitlich bedenklich. Um das zu verhindern, muessen den Farben Konservierungsmittel zugesetzt werden. Diese sogenannten Topf- oder Gebindekonservierer sollen die Dispersionsfarbe bis zum Zeitpunkt der Verarbeitung schuetzen. Die Farben mit dem Umweltzeichen muessen strenge Kriterien fuer die Konservierungsstoffe erfuellen, damit negative Folgen fuer Gesundheit und Umwelt moeglichst ausgeschlossen sind. So sollten die Farben auch moeglichst keine Allergien erzeugen. Manche Menschen reagieren dennoch auf Konservierungsmittel allergisch. Fuer diese Faelle haben die Hersteller ein Info-Telefon eingerichtet, um individuell Ratschlaege geben zu koennen. Die Telefonnummer steht auf jedem Gebinde der Farben mit dem Umweltzeichen. Bei einer Reihe von Produktgruppen hilft das Umweltzeichen "Blauer Engel", moeglichst gesundheits- und umweltschonend zu renovieren - so zum Beispiel die Umweltzeichen fuer

schadstoffarme Lacke (RAL-UZ 12a),
emissionsarme Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen, wie Moebel, Paneele, Fertigparkett,
Laminat (RAL-UZ 38) und emissionsarme Holzwerkstoffplatten, wie Massivholz-, Sperrholz-, Faser-, Tischler- und Spanplatten (RAL-UZ 76).

Das neue Umweltzeichen fuer emissionsarme Wandfarben (RAL-UZ 102) ergaenzt die erhaeltlichen Produktgruppen sinnvoll. Weitere Umweltzeichen fuer Renovierungsprodukte werden gerade vorbereitet.




karsten.klenner@uba.de Datum: 26.03.2001
Uhrzeit: 14 : 19

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Diese Nachricht stammt aus dem Angebot von http://www.oekonews.de
Ausgedruckt am 23.05.2012 um 15:58:57 Uhr