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Japan erstickt im Müll

In Japan wird es immer schwieriger, geeignete Flächen zur Deponierung von Industrieabfällen zu finden. Bereits in vier Jahren werden alle Müllplätze ihre Aufnahmekapazität erreicht haben, warnt eine neue japanische Regierungsstudie. Die Lage sei "ernster als je zuvor". Weil im dicht besiedelten Japan kaum Platz für neue Deponien zur Verfügung steht, floriert schon jetzt der illegale Müll-Export.

Japans Industrie produziert jährlich etwa 400 Millionen Tonnen Abfall, so die Studie. Hauptverantwortlicher für die gigantischen Müllmassen ist die Bauindustrie, deren Großprojekte massiv von der Regierung in Tokio subventioniert werden. Aus Mangel an Deponieflächen verbrennt Japan 75 Prozent seines Mülls, in Deutschland oder den USA liegt der Anteil bei 20 Prozent. Trotzdem droht das wirtschaftsstärkste asiatische Land im Abfall zu ersticken.

Wegen der fehlenden Deponiefläche haben japanische Unternehmer ihren Müll in den letzten Jahren zunehmend illegal ins Ausland verfrachtet, besonders in die Nachbarländer. Vor zwei Jahren gestand der Präsident einer großen Entsorgungsfirma, über 2.000 Tonnen Spritzen, Windeln und andere Abfälle in die Philippinen exportiert zu haben. Die Container waren mit dem Schriftzug "Wertsachen" gekennzeichnet.




info@greenpeace.de Datum: 31.01.2002
Uhrzeit: 11 : 25

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Diese Nachricht stammt aus dem Angebot von http://www.oekonews.de
Ausgedruckt am 11.02.2012 um 14:17:00 Uhr