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Bundesumweltministerium fordert Bericht zu Vorfall im AKW Stade an Reaktor abgeschaltet wegen Brand in Schaltanlage

Das Bundesumweltministerium hat von der niedersaechsischen Landesatomaufsicht einen Bericht zu einem Vorfall im Atomkraftwerk Stade an der Elbe angefordert. Durch einen Brand in der Schaltanlage des Atomkraftwerkes waren wichtige Sicherheitseinrichtungen wie Sicherheitseinspeise- und Nachkuehlpumpen zum Teil nicht mehr verfuegbar. Der Reaktor wurde vom Betreiber umgehend abgefahren und ist derzeit abgeschaltet.

Am Sonntag den 11. August 2002 kam es zu einem Kurzschluss und anschliessenden Brand in der Schaltanlage. Das Vorkommnis wurde vorerst in die Meldekategorie "N" (Normal), nach vertieften Analysen jedoch am Freitag, 16. August 2002 in die Meldekategorie "E" (Eilt) entsprechend atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung eingestuft und das Bundesumweltministerium am Abend informiert. Nach der internationalen Bewertungsskala INES (International Nuclear Event Scale) wurde das Vorkommnis vorlaeufig in die Stufe 0 der siebenteiligen Skala eingeordnet, derzeit wird auch einen Hoeherstufung in Stufe 1 geprueft.

Das Kernkraftwerk Stade bleibt bis zum Ersatz der beschaedigten Schaltschraenke abgeschaltet. Die Klaerung der Ursachen fuer den Kurzschluss sind noch nicht abgeschlossen. "Der angeforderte Bericht ist rechtzeitig vor dem Wiederanfahren vorzulegen," so BMU-Sprecher Michael Schroeren.




presse@bmu.de Datum: 20.08.2002
Uhrzeit: 10 : 58

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Ausgedruckt am 28.02.2021 um 13:29:24 Uhr