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Klimaschutz ist regionale und kommunal Aufgabe

Bundesumweltminister Juergen Trittin eroeffnet internationale Energiekonferenz Oberrhein in Freiburg

Bundesumweltminister Juergen Trittin hat die Rolle der Kommunen und Regionen beim Klimaschutz und beim Umbau der Energieversorgung betont. " Wir entscheiden in Freiburg, Zuerich oder Mulhouse mit darueber, ob demnaechst die ersten Suedseeinseln versinken werden", sagte Trittin zur Eroeffnung der internationalen Energiekonferenz Oberrhein in Freiburg. Der Klimawandel sei die groesste umweltpolitische Herausforderung, der Menschheit. "Die Eindaemmung des Klimawandels ist daher zentrales Element der am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierten Politik der Bundesregierung", sagte Trittin.

International sieht Bundesumweltminister Juergen Trittin keine Alternative zum Inkrafttreten und zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls. "Alles haengt nun von Russland ab, das hoffentlich noch vor dem Sommer ratifizieren wird", sagte Trittin. Er warnte zugleich davor, bei den Anstrengungen zum Klimaschutz nachzulassen oder gar abzuwarten, bis andere nachgezogen haetten. "Jede nicht emittierte Tonne Kohlendioxid, egal an welchem Ort der Welt, zaehlt. Nur so verhindern wir die weitere Verschmutzung der Atmosphaere mit diesem Klimagas", betonte der Bundesumweltminister.

In diesem Zusammenhang warnte Trittin vor der Illusion, Atomkraft sei eine klimafreundliche Form der Stromerzeugung. Neben allen anderen bekannten Gruenden, aus der Atomenergie auszusteigen, stehe sie auf laengere Sicht auch dem Ausbau erneuerbarer Energien im Wege. Atomkraftwerke seien aus technischen Gruenden voellig unflexibel und erzeugten Tag und Nacht ununterbrochen grosse Strommengen, auch wenn sie eigentlich gar nicht benoetigt werden. "Sie leisten damit dem sorglosen und verschwenderischen Umgang mit Energie Vorschub", sagte Trittin.

Der Atomausstieg sei unverzichtbar fuer das Umsteuern zu effizienterer Energienutzung und erneuerbaren Energien. "Diese Energiewende haben wir gleich nach dem Regierungsantritt von Rot-Gruen eingeleitet. Derzeit ueberpruefen wir das Erreichte und werden im Herbst eine Zwischenbilanz vorlegen", sagte der Bundesumweltminister. In diesem Zusammenhang steht etwa auch die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich als ueberaus wirkungsvoll erwiesen und wird mittlerweile von immer mehr Staaten kopiert", betonte Trittin.




presse@bmu.de Datum: 28.03.2003
Uhrzeit: 09 : 23

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Ausgedruckt am 19.09.2021 um 20:05:20 Uhr