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Vereinte Nationen nehmen Angebot der Bundesregierung fuer UN-Campus am Rhein an

Die Vereinten Nationen haben das Angebot der Bundesregierung, in Bonn einen "UN-Campus" herzurichten, angenommen. Das hat der Chef des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Mark Mallok Brown, im Namen von UN-Generalsekretaer Kofi Annan in einem Schreiben an Bundesumweltminister Juergen Trittin mitgeteilt. Der Minister, der vor drei Jahren diese Idee ins Gespraech gebracht hatte, zeigte sich sehr erfreut, dass der UN-Campus realisiert werden kann. Trittin: "Die Bundesregierung wird alles tun, damit die bereits begonnenen Sanierungs- und Herrichtungsmassnahmen im Einvernehmen mit den Bonner UN-Organisationen zuegig fortgesetzt werden. Wir wollen den Langen Eugen und das Alte Abgeordnetenhochhaus zum fruehestmoeglichen Termin den Vereinten Nationen uebergeben."

Das Bundeskabinett hatte am 28. Mai 2003 auf Initiative des Bundesumweltministers und des Bundesbauministers beschlossen, den Vereinten Nationen das Neue Abgeordnetenhochhaus (Langer Eugen) und das Alte Hochhaus zur dauerhaften Nutzung zur Verfuegung zu stellen und zum UN-Campus herzurichten. Damit wird eine konzentrierte Unterbringung der bisher ueber das Bonner Stadtgebiet verteilten UN-Einrichtungen ermoeglicht. Auch weitere Sekretariate koennen dort untergebracht werden.

Trittin wies darauf hin, dass die Uebertragung eines wesentlichen Teils des ehemaligen Bonner Parlamentsbereichs zur dauerhaften Nutzung an die UN Ausdruck der hohen Wertschaetzung Deutschlands gegenueber den Vereinten Nationen ist. Die Entscheidung bekraeftigt zugleich den Willen der Bundesregierung, den UN-Standort Bonn weiter auszubauen. Darueber hinaus unterstreicht die Ansiedlung von UN-Organisationen in Bonn die gewachsene Verantwortung der Bundesrepublik in der internationalen Zusammenarbeit.

Seit den ersten Ansiedlungen von UN-Organisationen im Jahre 1995 hat sich die Beschaeftigtenzahl mehr als verdreifacht. Die Planungszahlen gehen davon aus, dass die Zahl der Mitarbeiter der 11 Organisationen auf ueber 630 bis Ende 2003 wachsen wird. Die Tendenz ist weiter steigend. Allein das Sekretariat der Klimarahmenkonvention mit derzeit rund 230 Mitarbeitern rechnet fuer die beiden naechsten Jahre mit zusaetzlich je rund 20 neuen Mitarbeitern. Als zwoelfte UN-Organisation wird in Kuerze ein Forschungsbereich der UN-Universitaet seine Arbeit aufnehmen. Der Bund hat zudem Bewerbungen fuer zwei UN-Chemikalien-Sekretariate mit mehr als 50 Beschaeftigten abgegeben.




presse@bmu.de Datum: 27.08.2003
Uhrzeit: 14 : 01

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Ausgedruckt am 17.09.2021 um 15:03:45 Uhr