[ Fenster drucken  |  Fenster schliessen ]

Neue Seen statt altes Eis

Britische und russische Forscher sind sich sicher: die gesamte subarktische Region Westsibiriens taut. Wo früher Eis war, bilden sich neue Seen.

Die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" » seit sich alarmiert von der Geschwindigkeit des Eistaus. Dies ist die Folge der Klimaerwärmung, schreibt die Zeitschrift. Seit vielen Jahrtausenden sind ein Viertel der Erdoberfläche gefrorene Böden, hauptsächlich in Alaska, Sibirien und Kanada. Gefrorene Böden reagieren besonders empfindlich gegenüber dem Klimawandel.

In Westsibirien sind die mittleren Temperaturen in den letzten 30 Jahren um drei Grad Celsius gestiegen, in Alaska in nur 15 Jahren. In etwa 100 Jahren werden wahrscheinlich ein Fünftel aller Permafrostgebiete aufgetaut sein, vermuten Wissenschaftler. Die Permafrostgrenze dürfte sich um 100 Kilometer nach Norden verschieben.

Wenn Permafrostböden auftauen, werden Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt und das Klima zusätzlich belastet. Hinzu kommen Milliarden Tonnen des besonders klimaaggressiven Gases Methan, das aus dem sibirischen Eistorfmoor freigesetzt wird. Der britische Wetterdienst hat berechnet, dass sich dadurch die globale Erwärmung nochmals um 25 Prozent erhöhen werde. Alaska erreichte in diesem Sommer zum zweiten Mal in Folge Rekordtemperaturen von 30 Grad Celsius.

Die „Taz“ schreibt dazu am 23. August 2005: "Das Auftauen des Bodens zerstört die Infrastruktur; Fabriken, Pipelines für Erdgas und Erdöl, Bergwerke und Atomkraftwerke sind gefährdet. Straßen legen sich in Wellen, Asphalt reißt meterweit auf, Häuser versinken zentimeterweise im Schlamm, stürzen ein."

Der Entdecker der sibirischen Eistorfmoor-Schmelze, Sergei Kirpotin sagte dem "New Scientist": "Ich befürchte einen ökologischen Erdrutsch, der wahrscheinlich unumkehrbar ist und zweifelsfrei mit der Erwärmung zu tun hat." Die Weltklimakonferenz Ende 2005 sollte sich dringend mit diesen neuen Erkenntnissen über den Klimawandel beschäftigen.
Britische und russische Forscher sind sich sicher: die gesamte subarktische Region Westsibiriens taut. Wo früher Eis war, bilden sich neue Seen.

Die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" » seit sich alarmiert von der Geschwindigkeit des Eistaus. Dies ist die Folge der Klimaerwärmung, schreibt die Zeitschrift. Seit vielen Jahrtausenden sind ein Viertel der Erdoberfläche gefrorene Böden, hauptsächlich in Alaska, Sibirien und Kanada. Gefrorene Böden reagieren besonders empfindlich gegenüber dem Klimawandel.

In Westsibirien sind die mittleren Temperaturen in den letzten 30 Jahren um drei Grad Celsius gestiegen, in Alaska in nur 15 Jahren. In etwa 100 Jahren werden wahrscheinlich ein Fünftel aller Permafrostgebiete aufgetaut sein, vermuten Wissenschaftler. Die Permafrostgrenze dürfte sich um 100 Kilometer nach Norden verschieben.

Wenn Permafrostböden auftauen, werden Milliarden Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt und das Klima zusätzlich belastet. Hinzu kommen Milliarden Tonnen des besonders klimaaggressiven Gases Methan, das aus dem sibirischen Eistorfmoor freigesetzt wird. Der britische Wetterdienst hat berechnet, dass sich dadurch die globale Erwärmung nochmals um 25 Prozent erhöhen werde. Alaska erreichte in diesem Sommer zum zweiten Mal in Folge Rekordtemperaturen von 30 Grad Celsius.

Die „Taz“ schreibt dazu am 23. August 2005: "Das Auftauen des Bodens zerstört die Infrastruktur; Fabriken, Pipelines für Erdgas und Erdöl, Bergwerke und Atomkraftwerke sind gefährdet. Straßen legen sich in Wellen, Asphalt reißt meterweit auf, Häuser versinken zentimeterweise im Schlamm, stürzen ein."

Der Entdecker der sibirischen Eistorfmoor-Schmelze, Sergei Kirpotin sagte dem "New Scientist": "Ich befürchte einen ökologischen Erdrutsch, der wahrscheinlich unumkehrbar ist und zweifelsfrei mit der Erwärmung zu tun hat." Die Weltklimakonferenz Ende 2005 sollte sich dringend mit diesen neuen Erkenntnissen über den Klimawandel beschäftigen.




franzalt@t-online.de Datum: 24.08.2005
Uhrzeit: 16 : 03

[ Fenster drucken  |  Fenster schliessen ]

Diese Nachricht stammt aus dem Angebot von http://www.oekonews.de
Ausgedruckt am 11.02.2012 um 13:41:24 Uhr