[ Fenster drucken  |  Fenster schliessen ]

Projektstart: Anbau und Weiterverarbeitung von Flachs in kontrolliert biologischer Qualität ...

In Hessen wird erstmalig wieder Flachs (Faserlein) angebaut. Im Frühjahr 2005 startete ein Projekt, in dem der Butzbacher Naturtextil-Versender Hess Natur, das Institut für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) e.V. Darmstadt/Bad Vilbel und vier Biohöfe aus Mittelhessen mit dem Ziel zusammenarbeiten, Flachs ökologisch anzubauen. Aus den Fasern sollen konsequent natürliche Leinen-Textilien gewonnen werden, die Hess Natur ab 2006 in seinem Versandkatalog anbieten möchte.?

Im April 2005 fiel der Startschuss für die gemeinsame Projektarbeit: Auf jeweils zwei Demeter- und Bioland-Höfen in der Nähe von Gießen und Alsfeld wurde Flachs auf einer Gesamtfläche von ca. 3 Hektar ausgesät. Während im konventionellen Anbau mit Phosphat und Kalium gedüngt und gegen Unkraut und Schädlinge Herbizide und Pestizide eingesetzt werden, wird der ökologische Anbau in eine vielfältige Fruchtfolge eingebunden, ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger.
Bereits nach 100 Tagen ist der Bio-Flachs reif für die Ernte. Er wird mit einer Spezialmaschine aus dem Boden gezogen und bleibt dann für einige Wochen auf dem Feld liegen. In dieser Zeit, die Röste genannt wird, lösen sich die Fasern durch den Einfluss von Wind und Regen vom Stängel. Nach dieser schonenden Fasergewinnung wird das Flachsstroh in den Niederlanden weiter verarbeitet, da entsprechende Anlagen in Deutschland nicht zur Verfügung stehen. Den spinn- und webfertigen Flachsfaden wird Hess Natur schließlich zu konsequent natürlicher Leinenbekleidung weiterverarbeiten.
Was das konkret heißt?
Auf umweltschädliche Chlorbleiche, optische Aufheller und sogenannte chemische Hochveredelung wird bei der Herstellung grundsätzlich verzichtet. Und nur schwermetallfreie und nicht allergene Farbstoffe dürfen dem Bio-Flachs Farbe verleihen. Das Ergebnis werden rundum ökologische und farbenfrohe Leinentextilien sein, die seinem Träger zuverlässig Hitze und Feuchtigkeit vom Leib halten und gründlich aufräumen sollen mit dem Vorurteil vom tradierten ´Öko-Muff ´. Das Projekt wird über einen Zeitraum von 4 Jahren laufen, ab 2009 sollen dann ca. 30 Tonnen Flachsfaser auf etwa 40 Hektar Anbaufläche erzeugt werden. Während das IBDF die Projektarbeit organisatorisch betreut und durch wissenschaftliche Begleitung unterstützt, sichert Hess Natur den Öko-Bauern feste Abnahmegarantien für ihre Flachsernten zu und übernimmt die Weiterverarbeitung der Bio-Fasern.

Kontakt:
Hess Natur-Textilien GmbH & Co. KG
Verena Kuhnert
Tel. + 49 (0)6033 991-254,
eMail: presse@hess-natur.de

Institut für Biologisch-Dynamische Forschung e.V.
Dipl.-Ing. agr. Eckart Grundmann
Tel. +49 6155-8421-15
eMail: grundmann@ibdf.de




info@hess-natur.de Datum: 08.09.2005
Uhrzeit: 10 : 39

[ Fenster drucken  |  Fenster schliessen ]

Diese Nachricht stammt aus dem Angebot von http://www.oekonews.de
Ausgedruckt am 11.02.2012 um 10:36:41 Uhr