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Entscheidet sich die Wahl in Dresden? |
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Die Bundestagswahl wird möglicherweise erst einige Wochen nach dem 18. September in Dresden entschieden. Nach dem Tod einer Direktkandidatin der rechtsextremen NPD wird die Abstimmung im Wahlkreis 160 verschoben. Damit sind rund 219.000 Dresdner - das sind 6,1 Prozent der sächsischen Wahlberechtigten - erst mindestens eine Woche nach dem eigentlichen Wahltermin zur Abstimmung aufgerufen. Nachwahl könnte über Wahlausgang entscheidenBei einem knappen Ausgang des Urnengangs am 18. September könnte die Nachwahl weitreichende Folgen haben: Schließlich hatten bei der Bundestagswahl vor drei Jahren nur wenige tausend Stimmen letztlich den Ausschlag zugunsten von Rot-Grün gegeben. Somit könnte der Wahlkreis 160 entscheidend für die Bundestagsmehrheit sein. Das endgültige amtliche Wahlergebnis wird wohl nicht wie ursprünglich geplant am 30. September vorliegen. Und: der neue Bundestag steht erst nach Verkündung des offiziellen Endergebnisses fest. Das Bundeswahlgesetz schreibt eine Nachwahl für den Fall vor, dass ein Wahlkreisbewerber nach der Zulassung des Kreiswahlvorschlages, aber noch vor der Wahl stirbt. Der nachgeholte Urnengang muss innerhalb von sechs Wochen nach dem 18.September gelaufen sein. Die NPD muss nun einen Nachfolgekandidaten benennen, neue Wahlzettel drucken lassen und die Briefwahl neu starten. Alle bislang abgegebenen Stimmen sind ungültig. Hohe Beteiligung im Wahlkreis 160So wählte Dresden I (Wahlkreis 160) 2002: Zweitstimmen in Prozent: SPD: 32,9 CDU: 30,5 PDS: 17,7 Grüne: 7,9 FDP: 7,0 NPD: 0,8 REP: 0,7 Graue: 0,9 Schill: 1,1 Direkt in den Bundestag gewählt: Reichard (CDU, 33,8 Prozent) Wahlbeteiligung: 75,9 Prozent Bei der letzten Bundestagswahl hatte die CDU-Direktkandidatin Christa Reichard den Wahlkreis 160 gewonnen. Die PDS hatte dort 17,7 Prozent der Stimmen erreicht, die sonstigen Parteien kamen insgesamt auf 4,0 Prozent - davon entfielen auf die NPD 0,8 Prozent. Das Interesse an dem Urnengang war 2002 in dem Wahlkreis sehr hoch: 75,9 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Neuer Anlauf wahrscheinlich am 2. OktoberLandeswahlleiterin Irene Schneider-Böttcher erklärte in Dresden, der genaue Nachwahl-Termin müsse noch mit dem Bundeswahlleiter abgestimmt werden. Nach derzeitigen Planungen sei dafür das erste Oktoberwochenende im Gespräch. Grafik: NPD-Direktkandidatin Kerstin Lorenz] Am Mittwoch war die NPD-Direktkandidatin Kerstin Lorenz im Alter von 43 Jahren verstorben. Nach Angaben der NPD-Landtagsfraktion hatte die Mutter zweier Kinder, die einst die Republikaner in Sachsen anführte, bei einer Wahlkampfveranstaltung am Montag einen Gehirnschlag erlitten und war daraufhin ins Koma gefallen. Das gab es erst zweimalIn der Geschichte der Bundesrepublik gab es den Fall verstorbener Kandidaten bislang zweimal: In den Jahren 1961 und 1965 wurde das amtliche Endergebnis durch die Nachwahl ebenfalls verzögert, die Wahlentscheidung blieb aber nichtsdestotrotz in beiden Fällen klar. |
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| redaktion@tagesschau.de | Datum:
08.09.2005 Uhrzeit: 14 : 53 |
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Diese Nachricht stammt aus dem Angebot von http://www.oekonews.de Ausgedruckt am 11.02.2012 um 09:50:24 Uhr |
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