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Der Regenwald stirbt auf unseren Tellern – wie Vegetarier unsere Lebensgrundlagen schützen

<p>Die aktuelle Diskussion &uuml;ber &bdquo;Bio&ldquo;-Treibstoffe, f&uuml;r deren Gewinnung die letzten Regenw&auml;lder des Planeten gerodet werden, greift deutlich zu kurz. Zynisch betrachtet k&ouml;nnte diese absurde und f&uuml;r das &Uuml;berleben der Menschheit fatale &bdquo;Idee&ldquo; als konsequente Fortf&uuml;hrung einer bereits seit Jahrzehnten praktizierten Realit&auml;t gesehen werden. Denn seit einem guten halben Jahrhundert wird der Raubbau an der gr&uuml;nen Lunge der Erde mit der Schaffung von landwirtschaftlichen Nutzfl&auml;chen gerechtfertigt. Was hier angebaut wird, landet aber schon seit Beginn der systematischen Regenwaldvernichtung nur zu einem Bruchteil in den M&auml;gen von Menschen. Nicht erst seit der abwegigen &bdquo;Biokraftstoff&ldquo;-Idee wird der Regenwald f&uuml;r Luxus und allein zum Genu&szlig; der Reichen verfeuert. <br />
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Die fatale Spirale der Ereignisse ist lange bekannt und unbestritten: Der Regenwald wird &ndash; in der Regel mit Feuer &ndash; gerodet, um Rinder zu z&uuml;chten oder Ackerbau zu betreiben. In beiden F&auml;llen wird die d&uuml;nne Humusschicht in k&uuml;rzester Zeit ausgetrocknet und durch Erosion abgetragen. Zur&uuml;ck bleiben leblose W&uuml;sten, in denen nichts mehr w&auml;chst. Aus diesem Grund zieht man weiter und verbrennt das n&auml;chste St&uuml;ck Wald, um den zerst&ouml;rerischen Kreislauf erneut zu beginnen. Es ist absehbar, dass dieses Verhalten sogar das &Uuml;berleben der menschlichen Art in Frage stellen wird. <br />
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Noch absurder ist jedoch die Tatsache, dass &uuml;ber 70 Prozent der so genutzten Fl&auml;chen allein der Viehzucht dienen. Selbst auf dem gr&ouml;&szlig;ten Teil der restlichen Fl&auml;che wird Viehfutter angebaut, das gegen wertvolle Devisen in die Industrienationen exportiert wird. Bekannterma&szlig;en ist die Produktion von Schlachtvieh jedoch die schlechteste Bodennutzung &uuml;berhaupt, denn die Tiere ben&ouml;tigen den gr&ouml;&szlig;ten Teil der ihnen zugef&uuml;hrten Energie allein zum Wachsen. Anders ausgedr&uuml;ckt: Ein Rind ben&ouml;tigt etwa ein halbes ha, um innerhalb eines Jahres etwa 300 kg Fleisch zu &ndash; wie es die Landwirte nennen &ndash; produzieren. Auf dem gleichen Land k&ouml;nnte man im gleichen Zeitraum jedoch gut 15.000 kg Kartoffeln ernten oder 20 anspruchsvolle Vegetarier ern&auml;hren. <br />
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Doch im Gegensatz zur Produktion von &bdquo;Biokraftstoff&ldquo; hat die Verwendung zur Ern&auml;hrung von Schlachtvieh sogar noch weitere Umweltfolgen als &bdquo;nur&ldquo; die Zerst&ouml;rung des Regenwaldes. Denn w&auml;hrend unsere Toilettensp&uuml;lungen, Sp&uuml;lmaschinen und Waschmaschinen dank teurer Technik immer weniger Wasser verbrauchen, werden die Trinkwasserreserven der Erde von der Viehzucht vernichtet. F&uuml;r die Produktion von nur 100 Gramm Rindfleisch werden etwa 7.000 Liter Trinkwasser in G&uuml;lle verwandelt. Mit dem Trinkwasser, das f&uuml;r ein Kilo Fleisch erforderlich ist, k&ouml;nnte demnach ein Mensch ein Jahr lang t&auml;glich etwa sieben Minuten duschen. Dabei ist noch nicht ber&uuml;cksichtigt, dass ungekl&auml;rt in Fl&uuml;sse geleitete oder in &Uuml;berdosierung auf Felder ausgebrachte G&uuml;lle weltweit kostbare Trinkwasservorkommen vergiftet und ganze &Ouml;kosysteme zum Umkippen bringt. Das von der Viehzucht produzierte Methan ist f&uuml;r etwa 18 Prozent des Treibhauseffekts verantwortlich und beeinflu&szlig;t unser Weltklima damit weit mehr als es unsere Autos, Flugzeuge und Schiffe zusammengenommen tun. <br />
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Im Gegensatz zur staatlich verordneten Mitt&auml;terschaft bei der Verheizung des Regenwaldes, wenn es um das Tanken angeblicher Bio-Treibstoffe geht, kann jeder Einzelne der &bdquo;traditionellen&ldquo; Regenwaldvernichtung wirksam entgegentreten. Denn schon f&uuml;r die Produktion eines einzigen Hamburgers m&uuml;ssen vier bis f&uuml;nf Quadratmeter Regenwald erst zu Acker- bzw. Weideland und innerhalb von zwei bis drei Jahren zur W&uuml;ste werden. Schon ein einzelner Esser, der sich zumindest teilweise lieber vegetarischen Gen&uuml;ssen hingibt, kann so schnell ein riesiges Areal vor der Vernichtung bewahren. <br />
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Eine <strong><a href="http://www.regenbogenkreis.de">vegetarische Ern&auml;hrung</a></strong> ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Verzicht, sondern kann zur kulinarischen Entdeckungsreise werden. Wer sich intensiver mit vegetarischer Lebensweise befassen und auch mit veganen Rezepten experimentieren m&ouml;chte, kann unter <strong><a href="http://www.regenbogenkreis.de/buch-vegane-kochkunst.html">www.regenbogenkreis.de</a></strong> viele wertvolle Anregungen mitnehmen. Hier ist auch das vegetarische Kochbuch von Matthias Langwasser erh&auml;ltlich. Das sehr pers&ouml;nliche Werk enth&auml;lt viele <strong><a href="http://www.regenbogenkreis.de/buch-vegane-kochkunst.html">vegetarische Rezepte</a></strong> &ndash; von Hauptgericht bis Speiseeis &ndash; sowie eine ausf&uuml;hrliche Warenkunde. </p>




matthias@langwasser.de Datum: 29.05.2008
Uhrzeit: 07 : 32

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Ausgedruckt am 11.02.2012 um 10:24:23 Uhr