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    Die atomare Erpressung der Welt

     

    60 Jahre nach Abwurf der ersten beiden Atombomben durch die USA am 6. August 1945 in Hiroshima und am 9. August in Nagasaki sterben jedes Jahr noch immer tausende Menschen an den Langfristfolgen der atomaren Verstrahlung. Die Bürgermeister der beiden japanischen Städte verlängern an jedem Jahrestag im August die Liste der Todesopfer um einige tausend Namen. Bis heute starben in Hiroshima und Nagasaki über 300.000 Menschen durch die Atombomben von 1945. Ist heute, 2005, die Atom-Kriegs-Gefahr beseitigt? Mohammed El Baradei, Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gab soeben eine eindeutige Antwort auf diese Existenzfrage der Menschheit: "Noch nie war die Gefahr so groß wie heute. Ein Atomschlag rückt näher, wenn wir uns nicht auf ein internationales Kontrollsystem besinnen." Die Gefahr, dass Nuklearwaffen politisch enttabuisiert und militärisch eingesetzt werden, ist aus drei Gründen tatsächlich größer als je zuvor. Erstens: Noch immer sind die atomaren Arsenale der USA und Russlands so gefüllt, dass damit die Menschheit gleich vielfach ausgelöscht werden könnte. Von den weltweit 28.000 Atomwaffen gehören 95 Prozent der USA und Russland. Etwa 13.000 sind sofort einsatzfähig und ungefähr 4000 ständig in höchster Alarmbereitschaft. Sie können innerhalb weniger Minuten ein atomares Inferno anrichten. Das Risiko eines versehentlich verursachten Atomkriegs durch einen technischen Fehler ist beinahe so groß wie vor 25 Jahren in den Zeiten der atomaren "Nachrüstung". Auch in Deutschland sind noch immer über 100 Atombomben stationiert. Noch immer weigern sich die Atomwaffenbesitzer USA, Russland, China, England, Frankreich, Israel, Indien und Pakistan atomar abzurüsten, obwohl sich die meisten von ihnen vertraglich dazu verpflichtet haben. Im Gegenteil: die USA beschleunigen die Entwicklung neuer "Mini-Nukes", die bunkerbrechend eingesetzt werden können. Die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages im Mai 2005 hat gezeigt, dass die USA sowie die beiden "Schurkenstaaten" Iran und Nordkorea die Hauptbremser effektiverer atomarer Abrüstung sind. Hiroshimas Bürgermeister Tadoshi Akiba sagte zu den Plänen der USA, neue Atomwaffen zu entwickeln: "Die egozentrische Weltsicht der USA wird zunehmend extrem." Zweitens: In den nächsten Jahren könnten aus den heutigen acht Atommächten zwanzig werden. Die Weiterverbreitung der Nuklearwaffen wird - solange die heutigen Atommächte nicht wirklich abrüsten - die Agenda der Weltpolitik beherrschen. Der atomare Schwarzmarkt in Pakistan und Russland bietet hierfür geradezu "ideale" Voraussetzungen. Nukleare Ausrüstung kann leicht erworben und noch leichter weitergegeben werden. Der Teufelskreis der Weitergabe atomarer Technologie ist - auch durch den Betrieb von weltweit 438 Atomkraftwerken - kaum noch beherrschbar. Je mehr Staaten aber über Atomwaffen verfügen, desto größer wird die Gefahr ihres Einsatzes. Die beste Voraussetzung militärische Atommacht zu werden, ist, zivile Atommacht zu sein. Atomkraftwerke liefern den Stoff für die Herstellung der Bombe. Siehe die entsprechenden Bemühungen im Iran. Drittens: Die Gefahr des Nuklearterrorismus ist bereits so real, dass hohe Beamte des US-Außenministeriums vertraulich, aber alarmiert warnen: "Die Massenvernichtungswaffen, die wir vor über 20 Jahren Saddam Hussein geliefert haben, könnten wir bald zurückbekommen - aus den Händen von Al Quaida über amerikanischen Städten." Terroristen, die in den Besitz von hochangereichertem Uran gelangen, können natürlich auch einen simplen Nuklearsprengkörper zünden, wobei Hunderttausende zu Tode kommen könnten. Auch hier gilt: Wir werden ernten, was wir säen. Und: 438 AKWs auf der Welt sind 438 Einladungen an Terroristen. Kurz vor seinem Tod hat Albert Einstein 1955 das so genannte Russell-Einstein-Manifest unterzeichnet. Darin wird schlicht gefragt: "Sollen wir der Menschheit ein Ende setzen oder soll die Menschheit dem Krieg entsagen?" 50 Jahre danach und 60 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki ist zwar der kalte Krieg lange beendet, nicht aber die Gefahr eines Atomkrieges. Im Gegenteil. Einsteins "letzte Botschaft" aus 1955 bleibt aktuell. Erst die Abschaffung aller Atomwaffen könnte die Welt sicherer machen. Aber: Schon mit dem Bau und Abwurf der ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hat die Menschheit ein für allemal ihre atomare Unschuld verloren. Denn das Wissen um den Bau der Bombe können wir nie wieder abschaffen. Trotzdem ist ein aktueller Aufruf der weltweiten Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“ gerechtfertigt. Sie fordern die Abschaffung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020. Vorsitzender der internationalen Initiative sind die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki. Allein in Deutschland haben sich über 200 Bürgermeister den „Mayors of Peace“ angeschlossen. Nicht immer mehr und neue Atomwaffen braucht die Welt, sondern endlich wirksame Anstrengungen im Kampf gegen Hunger, Klimawandel, Sozialabbau, Unterdrückung und Terrorismus. Das ist die Botschaft von Hiroshima und Nagasaki. Sie ist identisch mit Albert Einsteins letzter Botschaft.



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      URL: http://www.sonnenseite.com
    31.07.2005
    13 : 59


     
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