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    Die Verantwortlichen in der EU werden sich nicht wegstehlen können. Die wichtigste strategische Weichenstellung für die Zukunft Europas ist die konsequente Entscheidung für ein Konzept der Energieunabhängigkeit. Die EU tut zwar schon heute einiges – es reicht aber bei weitem nicht aus und die Prioritäten werden falsch gesetzt. Vor allem das Europaparlament kämpft für die Energieunabhängigkeit Europas. EU-Kommission und Rat sollten auf das Organ mit der größten demokratischen Legitimation hören, wenn es um die nächsten Weichenstellungen für Europas Zukunft geht. Höchste Priorität müssen Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Wärmeenergie haben. Seit Jahren wird das immense Potenzial der erneuerbaren Energien fürs Heizen und Kühlen brach liegen gelassen. Stattdessen werden Unsummen für die Verschwendung von Erdöl und Erdgas ausgegeben. Die EU ist schon heute zu 50 % von Energieimporten abhängig – mit steigender Tendenz. Aktuell stammen nur 20 % des in der EU verbrauchten Erdöls aus eigenen Quellen – mit fallender Tendenz. Wegen des drastisch gestiegenen Ölpreises hat die Außenhandelsbilanz der EU im Jahr 2004 kräftig geblutet: Fast 30 Milliarden Euro mussten Bürger, Unternehmen und Institutionen zusätzlich für Ölimporte hinblättern – eine Vernichtung europäischer Kauf- und Investitionskraft. Was wir in diesen Jahren als eine dramatische Entwicklung erleben – jeder einzelne Bürger an der Zapfsäule –, ist jedoch nur der Anfang, wenn nicht umgeschwenkt wird. Und die wachsenden Kosten der energiebedingten Klimakatastrophen in Europa – vor allem durch Hochwasser – sind noch gar nicht eingerechnet. Europäische Städte weisen den Weg Einige Städte und Gemeinden machen vor, welchen Weg die EU einschlagen könnte. In Barcelona und Vellmar ist es Pflicht, in neugebaute Häuser Solarwärmeanlagen einzubauen – ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit Europas. Denn rund 40 % des gesamten Energieverbrauchs in Europa werden durch Heizung und Kühlung verursacht. In seinem neuen Buch „Energieautonomie“ bezeichnet es EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer (SPD-MdB) als den wichtigsten Ansatz, die Nutzung erneuerbarer Energien in neu erstellten und zu renovierenden Gebäuden zur Baupflicht zu machen. Im Wärmebereich sind Pflichten längst gesellschaftlich geboten und für die Bürger zumutbar. Denn die Erdöl- und Erdgaspreise laufen davon, weil die Förderkapazitäten bei steigender Nachfrage aus Asien kaum noch ausgeweitet werden können. Der Scheitelpunkt der maximalen Ölförderung ist bald erreicht, eigene europäische Ölvorkommen werden innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte zur Neige gehen. Die Weichen müssen auf eine eigene und unabhängige Energieumwandlung am Ort des Verbrauchs umgestellt werden – gerade bei der Wärmeversorgung, weil sie heute so sehr am Öltropf hängt. Breite öffentliche Unterstützung für Initiative des EU-Parlaments Im Auftrag des EU-Parlaments arbeitet die deutsche Europaabgeordnete Mechthild Rothe (SPD), Vize-Präsidentin von Eurosolar, an einem Entwurf für einen Initiativbericht zur Heizung und Kühlung mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Ziel ist eine EU-Richtlinie, die den Mitgliedstaaten der EU verschiedene Instrumente für den Ausbau der erneuerbaren Wärmeenergie zur Auswahl vorschlägt. Deutschland hat mit Investitionszuschüssen und Imagekampagnen in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht, europäische Städte mit Baupflichten, Frankreich mit Steuererleichterungen. Verbindlich sollten nur die Ausbauziele für erneuerbare Wärme und Kühlung sein, fordert die europäische Solarwärme-Industrievereinigung (ESTIF) (siehe: "Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien" »). Auf europäischer Ebene ist diese Vorgehensweise völlig richtig. Denn die EU sollte ihren Mitgliedstaaten nicht bis ins Detail vorschreiben, mit welchen konkreten Maßnahmen erneuerbare Wärme gewonnen wird. Die Initiative des EU-Parlaments ist aber deshalb so wichtig, weil in vielen Mitgliedstaaten überhaupt noch kein Bewusstsein für die Notwendigkeit und die Möglichkeiten der Nutzung von Wärme aus Sonne, Biomasse und Erde besteht. Allein die Solarwärme könnte 30 % der Ölimporte aus dem Nahen Osten ersetzen. Erdwärme und Biomasse könnten den Rest erledigen, wenn auch die Effizienzpotenziale genutzt würden. Alle europäischen Bürger haben ein Interesse an Energieversorgungssicherheit, Klimaschutz, der Verbesserung der europäischen Außenhandelsbilanz und neuen Arbeitsplätzen. Deshalb muss eine breite Öffentlichkeit die Initiative aus dem Europaparlament unterstützen. Verantwortung der Rathäuser bleibt Egal, ob die EU-Wärmerichtlinie kommt oder nicht, die Verantwortung der Städte und Gemeinden in Europa bleibt bestehen. Mit ihren Entscheidungen für die Ausweisung von Baugebieten, der Ansiedlung von Gewerbe und dem Bau kommunaler Einrichtungen können sie schon heute den Standard der Energieautonomie einführen. Für Bau- und Gewerbegebiete stellt das neue Baugesetzbuch das flexibele Instrument des Städtebaulichen Vertrages zur Verfügung, mit dem kreative Lösungen für den solaren Städtebau verwirklicht werden können (Paragraf 11 Absatz 1 Satz 2 Ziffer 4 Baugesetzbuch). Eine neue EU-Richtlinie kann immerhin einen Mindeststandard schaffen, die intelligenten Energiekonzepte mit bis zu 100%-igen Solarlösungen müssen heute und in Zukunft vor Ort verwirklicht werden.



     
      URL: http://www.sonnenseite.com
    31.07.2005
    14 : 03


     
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