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    UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler prangert die Gentechmultis an. Mit ihren Produkten wollten sie die Bauern der ärmsten Länder ausbeuten. Das seien reinste Verschwörungstheorien, erwidern seine Gegner. Aus patentrechtlicher Sicht sei das Vorgehen der Gentechkonzerne zwar korrekt, sagt Jean Ziegler, ehemaliger SP-Nationalrat und heute UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Doch ökonomisch wirke sich der Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut für die Bauern in Drittweltländern verheerend aus. Er prophezeit eine noch gravierendere Schuldenwirtschaft der Ärmsten und eine Knechtschaft unter der Fuchtel der Multis. „Die zentralen Argumente der Gentechkonzerne sind unwahr“, kritisiert Ziegler. So sei es falsch, dass mit Gentechnologie der Hunger bekämpft werden könne. „Denn der Hunger ist ein Verteilproblem und nicht ein Produktionsproblem.“ Er bezieht sich dabei auf Zahlen der UN-Organisation FAO (Food and Agriculture Organization). Demnach könnten mit der heutigen landwirtschaftlichen Weltproduktion 12 Milliarden Menschen ausreichend ernährt werden. „Obwohl es mehr als genug Nahrung hätte, stirbt alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren an Hunger – das ist Mord.“ „Ein Albtraum“ In armen Ländern seien die Bauern darauf angewiesen, aus einer Ernte Saatgut zu gewinnen, das sie wieder einsetzen können. „Für Multis wie Monsanto ist eine solche Vorstellung ein Albtraum“, meint Ziegler. Denn sie seien daran interessiert, Jahr für Jahr ihre Patentgebühren einzuziehen. Sie setzten „Spione“ ein, um fehlbare Bauern zu entlarven und ihnen den Prozess zu machen, wie er auch in seinem Buch „Das Imperium der Schande“ schreibt. Sambia habe deshalb US-Hilfslieferungen von Genmais zurückgewiesen und diese schliesslich nur in gemahlener Form akzeptiert. Sonst laufe das afrikanische Land Gefahr, dass die Bauern die Maiskörner anpflanzten und sich so den Gentechmultis auslieferten. Zusätzlicher Aufpreis Die Lizenzgebühren an die Gentechmultis verteuerten das Saatgut zusätzlich, sagt Marianne Künzle, die in der Genschutz-Kampagne von Greenpeace Schweiz arbeitet. Zudem dürften die Landwirte nur bestimmte von den Multis angebotene Spritz- und Düngemittel verwenden. „So können die Bauern in eine Abhängigkeit geraten.“ Sie warnt deshalb wie Ziegler vor Hilfslieferungen von Gentechmais, den afrikanische Bauern nicht nur essen, sondern auch anpflanzen können. Letzteres könne unwissentlich geschehen und lasse die Bauern in die Falle der Multis tappen. „Verschwörungstheorien“ „Das sind lächerliche Verschwörungstheorien“, kommentiert Klaus Ammann, anerkannter Gentechnologieexperte und Direktor des Botanischen Gartens Bern, die Aussagen Zieglers. So würden die Konzerne zum Beispiel bei einem afrikanischen Bauern erst Geld beanspruchen, wenn dieser mit Gentechprodukten hohe Erträge erziele. In Afrika liege diese Umsatzgrenze etwa bei 10 000 Dollar. „Für Afrika ist das eine astronomisch hohe Summe.“ Und für Gentechprodukte wie den mit Vitaminen angereicherten Golden Rice würden gar keine Patentgebühren eingezogen. Ähnlich beurteilt dies Klaus Leisinger, Leiter der Novartis-Stiftung für nachhaltige Entwicklung, UNO-Sonderberater und Dozent an der Universität Basel. Die so genannten Subsistenzbauern könnten problemlos aus der eigenen Ernte die Saat für das nächste Jahr beiseite legen. „Den von Jean Ziegler zitierten Multis wird das egal sein, denn diese Bauern sind keine Kunden, dazu fehlt ihnen die Kaufkraft.“ Natürlich könne mit Gentechnologie allein der Hunger nicht besiegt werden, erwidert Ammann auf eines von Zieglers Hauptargumenten. Aber sie sei ein wichtiges Element. Ammann erzählt von einem Projekt in Afrika, an dem er selber mitarbeitet. Da gehe es darum, den Nährwert von Hirse zu erhöhen. Dabei spiele sowohl traditionelle Züchtung wie auch Gentechnologie eine Rolle. Leisinger sieht in der landwirtschaftlichen Gentechnik nicht mehr als „einen zusätzlichen Pfeil“ im Köcher der Waffen gegen den Hunger. „Wo man auf schlechten Böden mit besseren Saaten höhere Erträge erzielen kann, ist sie sinnvoll.“ Schliesslich vertritt Leisinger auch bei Zieglers zentraler These, der Hunger sei ein Verteilproblem, eine andere Haltung. Nur bei akuten Hungersnöten sei es richtig, den Hunger durch das Verteilen von Überschüssen zu bekämpfen. „Da Landwirtschaft Beschäftigung und Agrikulturpflege ermöglicht, sollten die Nahrungsmittel dort produziert werden, wo die Menschen leben.“



     
      URL: http://www.sonnenseite.com
    29.11.2005
    16 : 22


     
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