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Undine Kurth: Stoibers ploetzliche Tierliebe- mehr als ein Medienmanoever?

Zur Ankuendigung des Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber, die Parteispitze der Union habe beschlossen, der Verfassungsaenderung zum Tierschutz jetzt nach jahrelangem Widerstand doch zuzustimmen, erklaert Undine Kurth, Bundesvorstandsmitglied von BUENDNIS 90/ DIE GRUENEN und Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt:

"Prinzipiell ist es zu begruessen, wenn Edmund Stoiber nun auch beim Tierschutz Vernunft annimmt. Es war noch nie nachvollziehbar, warum eine Partei, die das "christlich" im Namen traegt und etwas mit dem Begriff "Schoepfung" anfangen koennen sollte, sich jahrelang gegen die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz straeubte. Allerdings warten wir jetzt gespannt auf die konkreten Formulierungen der CDU/CSU. Daran wird sich zeigen, ob die ploetzliche Tierliebe des Edmund Stoiber mehr ist als ein medienwirksames Manoever zu Ostern.

Erfreulich ist auch, dass Edmund Stoiber hiermit zum vierten Mal eingestehen musste, dass er zur Politik der rot-gruenen Regierung keine Alternative hat: Erst musste er zugeben, dass ohne die Oekosteuer Arbeit wieder teurer wird. Dann, dass die Steuerreform nicht vorziehbar ist. Zuletzt, dass das von der CDU vorgeschlagene Familiengeld-Modell nicht finanzierbar ist. Und jetzt der Rueckzieher beim Tierschutz. Man koennte geradezu an die Lernfaehigkeit der Kanzlerkandidaten glauben- wenn man nicht wuesste, dass Wahlkampf ist."




info@gruene.de Datum: 20.03.2002
Uhrzeit: 14 : 08

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Diese Nachricht stammt aus dem Angebot von http://www.oekonews.de
Ausgedruckt am 29.07.2021 um 01:19:43 Uhr